Nur noch 3 Monate …
Unser Ego beschäftigt sich nur sehr ungern mit dem Tod … denn für das Ego ist der physische Tod des Körpers tatsächlich das Ende. Aus und vorbei. Game over.
Wir Menschen verdrängen den Gedanken an den Tod, der Alltag vereinnahmt uns so stark, dass wir die Endlichkeit der menschlichen Form möglichst lange ignorieren. Wir leben, als würden wir nie sterben und sterben, ohne je wirklich gelebt zu haben.
Die Seele, unser wahres Sein, hingegen kennt kein Ende, der „Tod“ ist einfach der Übertritt in eine formlose Form.
Das, was du „Tod“ nennst, ist für dich Seele eine Befreiung aus dem Trennungsbewusstsein … sämtliche Illusionen deines Egos, all die falschen Denkmuster und Glaubenssätze, all die Sorgen und Ängste, werden wieder erlöst! Du bist frei … denn der Schleier der Maya hebt sich und das Tor des Erkennens öffnet sich. Und so spricht die Bruderschaft nie vom „Tod“, sondern vom „Übertritt“.
Wir ignorieren den Tod, weil wir ihm nicht in die Augen blicken möchten. Und so leben viele Menschen ihren Alltag aus reiner Gewohnheit. Sie leben nicht, sondern funktionieren … sie spielen ihre Rolle, wie es von ihnen erwartet wird … und verlassen ihren Körper wieder, ohne bewusst gelebt zu haben.
Mache dir die Endlichkeit deines Lebens … in dieser physischen Form … bewusst! Und dann lebe jeden Tag so, als hättest du nur noch 3 Monate! Lebe, als gäbe es kein morgen!
Frage dich, was dir Seele wirklich wichtig ist. Sei mutig! Sei authentisch. Sei echt. Sei wild.
Lache! Singe! Tanze! Spiele! Atme den Duft eines geliebten Menschen. Sprich über die wichtigen Dinge im Leben.
Die Vorstellung, dass du nur mehr 3 Monate zu leben hast, ist eine unendliche Befreiung. Und es ist eine wunderbare Hilfe, um Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.
Wenn du eine Entscheidung zu treffen hast, frage dich: Wie würde ich entscheiden, wenn ich noch 3 Monate zu leben hätte? Was würde ich tun? Was wäre mir wirklich wichtig? Und mit dieser Frage klärt sich dein Geist, denn alles, was dein Ego für wichtig hält, in Wahrheit aber völlig unwichtig ist, wird aus deinem Bewusstsein herausfallen. Wie ein fauler Apfel vom Baum fällt.
Das Bewusstsein des physischen Todes bringt Bewusstheit in dein Leben, Freude, Intensität und Dankbarkeit.
Also: Noch 3 Monate in der Unendlichkeit …
GOTT träumt sich durch dich …
Du bist auf diese Erde gekommen, um bestimmte Erfahrungen zu machen … weil deine Seele bestimmte Erfahrungen machen wollte. Erinnere dich, warum du gekommen bist, spüre in dich hinein, höre die Stimme deiner Seele … sie kennt die Hintergründe deines irdischen Seins.
Die geistige Welt wird dich nie drängen, oder nie tadeln, egal, welche Entscheidungen du triffst. Aber das Bewusstsein deines Todes mag das Bewusstsein über dein Leben verändern.
Meister Eckehart über das Leben:
Wir freuen uns über das Erwachen. Es ist so auf die Art wie der Inhalt vom hohen Lied der Liebe: wir eifern nicht, wir drängen nicht, wir wissen, dass sich Gott durch eine irdische, körperliche Form erfahren will. In Wahrheit träumt dich der himmlische Vater gerade… und du bist der Akteur.
Das Leben unseres Bruders J
Es ist schon viele Jahre her, dass ich die Bruderschaft über das Leben von unserem Bruder J gefragt habe, insbesondere auch über den Sinn der Kreuzigung und seinen „Tod“ am Kreuz. Ich habe diese Worte von Meister Eckehart schon früher veröffentlicht … weil sie aber so schön und so unendlichen tief sind, darf ich sie dir gerne noch einmal weitergeben:
Er war wie du. Deswegen ist er auch dein Bruder und euer aller Bruder. Er war wie du ein Mann mit Befürchtungen, mit Ängsten, mit Emotionen, mit Sorgen, mit Ohnmacht. Aber er wusste um seine innere Aufgabe.
Und weil er wusste, dass es immer nur das Gute war, was das Leben von ihm wollte, stellte er das geistig-spirituelle über seine menschlichen Bedürfnisse. Und deswegen kam es zu diesem Schauspiel, weil er sich selbst meistern wollte.
Er wollte zeigen, dass das Leben über dem vermeintlichen Tod steht und dass es in Wahrheit keinen Tod gibt. Denn Tod bedeutet an sich nur, Teil eines Zyklusses zu sein. So, wenn eure Bäume im Herbst das Laub abwerfen scheinen sie tot, scheinen sie dürr zu sein.
Und seltsamerweise überstehen sie die Stürme, die Kälte, die klirrenden Nächte und treiben im Frühling zart und schön aus. Also ist hier ein Zyklus, der ein Teil des Lebens ist. Tod ist immer ein Teil des Lebens. Das muss dir klar sein.
Leben an sich, als Ganzes betrachtet, ist ewig und Zeit verändert nur den Ausdruck, die Form, den Zustand. Das Leben selbst aber ist untötbar, unauflösbar. Das alles wusste dein Bruder, und doch war er in seinem Mensch-Sein oft genug gefangen. Es ging ihm darum, den Menschen zu zeigen, dass Geist über der Materie steht, um nichts Anderes. Er hätte sich jederzeit kraft seines Geistes entfernen können.
Er ist zum Meister geworden. Er ist zu dem geworden von dem ihr sagt: Jesus der zum Christus wurde. Denn Christus-Bewusstsein ist nicht auf den Menschen Jesus von Anbeginn seines Daseins zu beziehen, sondern – und jetzt höre zu, denn es betrifft dich im gleichen Maße – sondern nur aufgrund seines Entwicklungsfortschrittes wurde er zu einem Christus-Bewusstsein.
Er erfuhr sich selbst über seinen Bezug zum Vater erfuhr er sich selbst. Und er wurde zum Christus. So wie du es wirst, wenn du deine Disziplinen lebst.
Lebe dein Leben …
So sei es!