Die meisten Menschen haben Angst vor dem Tod. Eine gewisse Spannung ist vollkommen natürlich, weil der „Tod“ doch ein sehr bedeutsamer Moment ist … ähnlich wie die Geburt. Allein die Ungewissheit kann ein gewisses Unbehagen auslösen.
Tod ist in Wahrheit eine „Entkörperlichung“, die Seele verlässt wieder den Körper. Das silberne Band, die Verbindung zwischen dem Ätherkörper und dem physischen Körper, zerreißt, die Seele, verlässt den Körper. Es ist lediglich die Hülle, die du zurücklässt, also die menschliche Form. In Wahrheit ist es wie ein alter Mantel, den du ablegst, weil du ihn nicht mehr brauchst.
Unsere „moderne Kultur“ … nennen wir es mal so … beschäftigt sich sehr wenig mit der Seele, deinem wahren Sein. Für Menschen, die sich sehr stark über ihren Körper identifizieren, ist die Vorstellung eines körperlosen Lebens natürlich schwierig.
Der Ätherkörper ist der feinstoffliche Körper, der den physischen Körper energetisch durchdringt. Er enthält damit alle Informationen auf der feinstofflichen Ebene, also all deine Gedanken, deine Gefühle, deine Überzeugungen, und so weiter … und noch vieles mehr. Du verschwindest also nicht, sondern wechselst nur die Form deines Seins.
Es ist, als hättest du mit dem Auto eine lange Reise unternommen … wo das Auto mit einem Gebrechen stehen bleibt. Vielleicht kommt es unerwartet, vielleicht ist es ein wenig ärgerlich, aber dann steigst du einfach aus dem Vehikel aus und lässt es zurück.
So ähnlich ist es mit dem Tod, den wir besser „Übertritt“ nennen, den Wechsel auf „die andere Seite“. Sei dir gewiss, es ist dein wahres zuhause, zu dem du nach einer längeren Reise zurückkehrst … nachdem du viele neue Erfahrungen gemacht hast.
Vielleicht hast du nach dem Übertritt kurz Schwierigkeiten, dich zu orientieren. Vielleicht weißt du im ersten Moment nicht, wo du bist oder wie es weitergehen wird. Mach dir keine Gedanken, es sind viele Wesen da, die dich voller Freude erwarten und dich begleiten werden; seien es Wesen, die wir „Engel“ nennen, seien es deine Geistführer oder geliebte Menschen, die schon vor dir übergetreten sind.
Mach dir also keine Sorgen über den Tod, in Wahrheit wechselst du einfach in eine andere (höhere) Bewusstseinsebene. Allerdings kannst du dich auf den Übertritt vorbereiten; er ist besonders leicht, wenn du in vollem Bewusstsein deiner Liebe gehst.
Hab also keine Angst, du kehrst einfach nach Hause zurück.
Eine der wichtigsten Botschaften, die unser Bruder Jesus uns vermittelt hat, war genau diese Einsicht, dass es keinen Tod gibt:
Und weil er wusste, dass es immer nur das Gute war, was das Leben von ihm wollte, stellte er das geistig-spirituelle über seine menschlichen Bedürfnisse. Und deswegen kam es zu diesem Schauspiel (der Kreuzigung und der Auferstehung), weil er sich selbst meistern wollte.
Er wollte zeigen, dass das Leben über dem vermeintlichen Tod steht und dass es in Wahrheit keinen Tod gibt. Denn Tod bedeutet an sich nur, Teil eines Zyklusses zu sein. So, wenn eure Bäume im Herbst das Laub abwerfen scheinen sie tot … zu sein.
Der Übertritt
Der Wechsel auf „die andere Seite“ wird ganz unterschiedlich erlebt. Deine Erfahrungen beim Übertritt hängen vor allem von deinem Bewusstseins ab!
Gehst du in der Erwartung, liebevoll empfangen zu werden, dann werden sich entsprechende Erfahrungen zeigen; erfolgt dein Übertritt hingegen in einer tiefen Angst, sündig gewesen zu sein und in die Hölle zu kommen, dann werden sich ebenfalls entsprechende Bilder zeigen.
Es gibt also keinen „Himmel“ und es gibt keine „Hölle“ … außer du erschaffst sie dir. Es gibt auch kein „jüngstes Gericht … und die Vorstellung, dass „GOTT“ über dich oder deine Taten urteilen würde, ist abwegig.
Du selbst allerdings bekommst die Möglichkeit, dein Leben von einer höheren Bewusstseinsebene aus nochmals zu sehen. Und diese Phase der Selbsterkenntnis kann durchaus schmerzhaft sein … wenn du etwa erkennst, wie verbohrt oder selbstgerecht du in deinen Ansichten warst.
Vielleicht wirst du Trauer verspüren über ungenutzte Gelegenheiten, in tiefe, liebevolle Verbindungen zu treten, vielleicht wirst du bedauern, deine Träume nicht gelebt zu haben, vielleicht wird es dich überraschen, dass du dich so sehr von Geld und Status abhängig gemacht hast.
Diese Phase der Selbsterkenntnis (in der christlichen Tradition „Fegefeuer“ genannt) ist eine Form der seelischen Reinigung und ein immens wichtiger Prozess für deine spirituelle Entwicklung … du bekommst nämlich die Möglichkeit, auf der feinstofflichen Ebene vieles zu korrigieren und zu ändern.
So kommt es häufig vor, dass Verstorbene in den Träumen anderer Menschen erscheinen, um sich für das, was sie getan haben, zu entschuldigen … oder sie erscheinen, um ihre Liebsten zu trösten und zu stärken.
Das „Steckenbleiben“
Nur wenige Seelen schaffen den Übertritt nicht gleich, vor allem, wenn sie von starker Angst beherrscht werden. Diese Seelen befinden sich in einer Art Zwischenwelt; sie sind nicht mehr in ihrem Körper, finden aber den Weg in das Licht nicht. Es gibt aber Methoden, diesen Seelen den Weg in das Licht zu zeigen.
Saint Germain über diesen Prozess:
Wenn ein Mensch völlig unvorbereitet stirbt, also der Körper tödlich verletzt wird in einem Augenblick des Geschehens, dann kommt die Seele als erstes nicht mit. Sie wähnt sich noch immer im Körper und staunt, dass sie den eigenen Körper sieht, fassungslos, ohne Vorbereitung, kein Gedanke wie „Hoh, es wird langsam zu Ende gehen“, kein beschäftigen damit, et cetera …
So, das ist ein Bereich, den ihr Astralbereich nennt. In einem religiösen Begriff nennt ihr es Fegefeuer. Für jene Seelen, die ein, sagen wir würdiges Leben – wir sagen nicht heiliges Leben oder frommes Leben, aber ein würdiges Leben gelebt haben, ist es keinerlei Problem, den Ausgang aus dieser Welt, aus dieser Ebene, zu finden und hoch zu steigen.
Für jene aber, die für sich – nennen wir es mit einfachen Worten – nicht wissen, was sie an Unerlöstem erschaffen haben, irren sozusagen umher. Sie irren umher wie bei eurem Spiel, das ihr „Blinde Kuh“ nennt … oder in einem großen, großen Raum, und wir meinen wirklich einen großen Raum, wo absolut und zu 100% Dunkelheit herrscht, nicht wissend, in welche Richtung sie gehen sollen, nicht wissend, wo genau genommen links oder rechts ist.
Und dann sehen sie oder bemerken sie Energie, glimmende, nicht leuchtende, sondern glimmende Energie, wie eine Kerze, die verlöscht, aber doch noch glimmt und eine Nuance Orientierung gibt.
Diese glimmenden Lichter sind noch nicht erwachte bzw. noch schlafende oder gerade am Beginn erwachende Bewusstheiten. Und jene Energien orientieren sich nun daran, das ist ja das Einzige, was existiert in ihrer Welt, in ihrer Wahrnehmung … sie orientieren sich an diesen kleinen, glimmenden Lichtern und halten sich daran fest. Und hoffen, da weitere Orientierung zu erhalten. Das ist mit einfachen Worten das, was ihr landläufig „Besetzung“ nennt.
Im Grunde ist es ein verirrtes Bewusstsein, aber nicht bösartig. Aber, zugegebenermaßen durchaus lästig. So lästig, wie wenn du im Wasser schwimmst, und es genießt und auf einmal hängt sich ein Ertrinkender an deine Beine und kämpft um alles und jedes, um ja nicht deine Beine loszulassen. So unangenehm ist das Empfinden, manchmal bedrohlich. Also braucht es Bewusstheiten, die imstande sind, den Weg zu weisen – ihr würdet es „Pfadfinder“ nennen – und damit können sich diese Seelen wieder neu orientieren und dem Licht folgen.
So, mit sehr, sehr einfachen Worten, kannst du es dir vorstellen.
Der Tod ändert (fast) nichts
Der „Tod“ ist also nur das Ende des physischen Körpers, den du für einige Zeit bewohnt hast.
Wenn du deinen Körper verlässt, bist du, als Seele, noch genauso da … in einer formlosen Form, aber mit all den Gedanken oder Gefühlen wie zuvor. Deine „Persönlichkeit“ ändert sich also nicht … Wenn du als alter, mieselsüchtiger Grantler gehst, dann wirst du durch den Übertritt in die feinstoffliche Welt nicht automatisch zu einem fröhlichen, aufgeweckten Wesen.
Und wenn du Freude an Tanz oder Musik oder Wissenschaften gehabt hast, dann gehen diese Fähigkeiten nicht verloren. Oder was glaubst du, woher deine Begabungen kommen?
Für Viele ist die wichtigste Frage im Zusammenhang mit dem „Tod“, ob sie geliebten Menschen, etwa ihren Eltern, auf der anderen Seite wieder begegnen werden. Die Antwort ist einfach: Ja, du wirst ihnen wieder begegnen.
Allerdings wirst du auch jenen Menschen begegnen dürfen, die du hasst … denn Hass ist ebenfalls eine starke Bindung, eine Abhängigkeit, die erlöst werden möchte. Solange du Hass empfindest, bist du nicht frei. Hass (oder Neid oder Gier oder Geltungssucht) sind niedrige Schwingungen, die das Erleben von wahrer Freude oder einem tiefen Frieden verhindern. Das gilt es aufzulösen!
Du musst einen verhassten Menschen nicht lieben, um frei zu sein … aber du musst diese starke Bindung lösen, indem du vergibst. Vergebung ist das Tor zur Freiheit, der Weg in das Licht.
Nütze die Zeit, die du hier auf Erden hast, ganz bewusst, um deine Schattenanteile zu erlösen, seien es Neid, Missgunst, Habgier oder Geltungsbedürfnis … damit dein Licht hell erstrahlt. Denn wie heißt es:
Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf einen Leuchter, dann leuchtet es allen im Haus. So soll dein Licht vor den Menschen leuchten, damit sie deine guten Werke sehen und den Vater im Himmel preisen.
So sei es!