Gott zu dienen … oh mein Gott, mit diesem Satz hättest du mich früher echt davon jagen können. Ich wäre gelaufen wie ein Hase …
Denn in meiner früheren Vorstellung war „Gott zu dienen“ vor allem, meine eigene Persönlichkeit aufzugeben, um „jemanden Anderen“ zu dienen. Eben dem Chef da oben. Beichten. Bereuen. Mich klein und demütig machen. Ich hier unten und GOTT irgendwo da oben, ein bisschen unberechenbar, ein bisschen rachsüchtig, wie es mir eben beigebracht wurde.
Welch ein Irrtum!
Das, was ich früher als meine „Persönlichkeit“ angesehen habe, ist in Wahrheit ein erfundenes, unechtes “ICH“. Meine Rolle, die ich gerade spiele in all seinen Facetten. Das „ICH“, eine Illusion, meines Egos.
Und vor lauter „ICH“ habe ich mein SELBST nie erkannt. Bis das Ego mit einem Knall zerplatzt ist.
…
Gott zu dienen heißt zunächst, Gott in mir zu erkennen. Das Leben in mir zu erkennen. Meine Wesenheit zu erkennen, mein wahres Sein … Das Fleisch ist lediglich die Form … wunderschön. Und dahinter lebendiges Bewusstsein, reiner Geist, ein ewig Seiendes.
Gott zu dienen bedeutet, deine falsche Identität zu erkennen und aufzugeben, all diese verrückten Illusionen, was du bist und was du tust und was du sein musst. Die Rolle, die du übernommen hast… diese unglaubliche, herrliche Komödie, die du spielst, alles ausgedacht, alles unecht.
Erinnere dich, wer du bist, ein Ausdruck des Einen. Gott lebt sich durch dich … Gott atmet sich durch dich … Gott liebt durch dich …
Gott zu dienen heißt, dein Ego-Gehabe aufzugeben, dich dem Fluss des Lebens anvertrauen. Ein Ausdruck des ewigen Seins zu werden. Das lebendige Wasser der ewigen Quelle. Keine Sorgen, keine Gedanken, keine Zweifel. Reines Bewusstsein. Reines Sein.
Vergiss dein Ego, all deine Anhaftungen. Öffne dein Herz und sei, was du in Wahrheit bist: Reine Liebe, ein strahlendes Licht, pulsierend im ewigen Rhythmus des Lebens.
So wunderschön!
Dienen ist die höchste Form des Seins
Für das Ego ist „dienen“ eine Unterordnung. Ein Gehorchen. Ein Müssen. Ein „Der ist mächtiger als Ich“. Oder „Er ist der Boss“. Oder „Ich bin nicht würdig“. Oder …
Ich meine nicht das Dienen des Egos, kein Vergleich, keine Herabwürdigung, keine Unterordnung.
Sondern natürliches Sein. Das, was du in Wahrheit bist. Licht. Liebe. Bewusstsein. Quelle.
Rein.
Klar.
Unendlich.
Kraftvoll.
In sich ruhend.
Dienen heißt, im göttlichen Bewusstsein zu leben … ohne Wenn und ohne Aber. Du hast erkannt, wer du bist … keine Fragen, kein Zweifel. Wie sagte unser Bruder?
Dir muss es um Gottes Reich gehen, dann wird dir alles andere hinzugetan.
Dienen heißt: Du BIST … reines Bewusstsein, unendlicher, ewiger Geist, absolute Präsenz, ohne alte Geschichten, Anhaftungen oder Einschränkungen. Jede Form des Zweifel, jede Angst, jede Sorge … ist ein Moment, in dem du dich abwendest … von dir selbst, deinem göttlichen Sein.
„Jeder Gedanke, den du für Sorgen und Zweifel und ähnlichen Qualitäten verschwendest, hast du Gott entwendet“
(Saint Germain).
Wenn du dem Göttlichen dienst, bist du im „Flow“. Alles ist völlig natürlich, harmonisch, ohne Widerstand, ohne Anstrengung, ohne irgendwas.
Reines Sein.
Du strömst wie ein klarer Bach im Gebirge, wehst sanft wie der Wind im Frühling, strahlst wie der Schein der Sonne, gleitest am Himmel wie ein Adler, verströmst den Duft einer Rose.
Du BIST. Ohne Gedanken. Ohne Zweifel. Ohne Angst.
Rein.
Klar.
Unendlich.
Kraftvoll.
Erfüllt von göttlicher Liebe. Weil du Liebe bist.
Und so erinnerte mich Saint Germain bei unserer letzten Zusammenkunft an die folgende Stelle im Buch der Bücher:
Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Das Leben ist wichtiger als die Nahrung und der Leib ist wichtiger als die Kleidung.
Seht auf die Raben: Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben keinen Speicher und keine Scheune, denn unser Vater ernährt sie. Aber wieviel mehr seid ihr doch wert als diese Vögel!
Wer von euch kann mit all seinen Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Wenn ihr nicht einmal so etwas Geringes könnt, warum macht ihr euch dann Sorgen um all das Übrige?
Ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine einzige Lilie. Wenn aber GOTT das Gras schon so prächtig kleidet, das heute auf dem Felde steht und morgen in das Feuer geworfen wird, um wieviel mehr dann Euch, ihr Kleingläubigen!
Darum fragt nicht, was ihr essen und was ihr trinken sollt und ängstigt euch nicht, denn um all das geht es den Heiden in dieser Welt. Euer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch jedoch muss es um sein Reich gehen … DANN wird euch alles andere dazu gegeben.
Also fürchte dich nicht, denn dein Vater hat beschlossen, dir das Reich zu geben.
Es ist die Erinnerung, mein Leben dem göttlichen Sein zu widmen, ohne Wenn und ohne Aber. Saint Germain dann weiter:
Dir muss es um Gottes Reich gehen, dann wird dir alles andere hinzugetan heißt nichts anderes in deiner Sprache: Lebe die geistigen Gesetze, dann ergibt sich durch Ursache und Wirkung das, was dir zu Diensten stehen will.
Kein menschliches Gesetz, kein menschliches Wort, kein menschlicher Wille könnte jemals stärker sein als Gottes Geist …
So befolge die geistigen Gesetze und stecke keinerlei Energie in sorgenvolle Gedanken … Du musst dir vorstellen, um es ein wenig bildlich und drastisch auszudrücken: Jedes Energiepotential, dass du für Sorgen und Zweifel und ähnlichen Qualitäten verschwendest, hast du Gott entwendet.
So diene Gott und lebe dein Leben, du wunderschöne Seele!
Vielen herzlichen Dank für all die tief berührenden und wundervollen Impulse. Ich übe mich in diesem Bewusstsein, was eine stetige Aufgabe und Herausforderung ist. Mit Freude und Respekt für Dein wertvolles SEIN und WIRKEN.
Danke liebe Annette, alles Liebe dir und eine gute Reise auf dieser wunderschönen Erde!