Jesus war nicht nur unser Bruder, er war auch einer der größten spirituellen Lehrer, die je auf Erden gelebt haben. Man muss kein Christ sein, um in seinen Worten unendlich tiefe Wahrheiten zu entdecken. Mag auch einiges im Buch der Bücher weggelassen worden sein – oder auch hinzugefügt, der Kern seiner Lehren ist noch immer kraftvoll spürbar. Ich liebe insbesondere die Gleichnisse, die in der sogenannten Bergpredigt zusammen gefasst sind …
Unser Bruder hatte so tiefe Kenntnisse über die kosmischen Gesetze, dass er fast mühelos in jenen Bewusstseinszustand gleiten konnte, das wir Christus-Bewusstsein nennen … einfach, weil unser Bruder dieses Bewusstsein verkörperte.
Ich hatte vor einigen Jahren die Gelegenheit, die Bruderschaft zu fragen, welche Botschaft unseres Bruders die wichtigste gewesen sei. Meister Eckehart:
„Die wesentlichste Botschaft war, dass ihr Menschen ständig Kontakt mit dem Vater halten sollt, ständig in diesem Fluss, in dieser Kommunikation sein sollt und euch bewusst werdet.
Die wichtigste Botschaft war, dass es nichts gibt, was es nicht gibt; dass du das Auge Gottes bist, der Arm Gottes, das Bein Gottes, der Herzschlag Gottes; dass du all das bist. Jener Meister, den du Jesus den Christus nennst, hat alle Gesetze der Irdenheit, die Menschen gemacht haben, über den Haufen geworfen.
Er hat das Gesetz der Menschen, das sie über Mose gemacht haben, zerpflückt und aufgelöst.
Er hat gesagt, liebet einander. Das war wohl die eindringlichste aller Botschaften: Liebet einander. Es gibt keine bessere, tiefere oder sonst welche Botschaften, die das zum Ausdruck bringen. Da gibt es kein Feilschen, kein Interpretieren, kein schlecht verstehen. Da ist eindeutig „liebet einander“ zu verstehen.
Und er zeigte euch, dass die Kraft des Herzens jeden einzelnen von euch Menschen fähig macht zu einem erfüllten, vollzogenen Leben zu kommen.“
Das Christus-Bewusstsein
Ich habe diesen Text von Meister Eckehart schon veröffentlicht … und seit 2.000 Jahren haben die Worte unseres Bruders ihre tiefe Bedeutung nicht verloren:
Liebet einander! Da gibt es kein Feilschen, kein Interpretieren, kein schlecht verstehen.
Denn Liebe ist unsere Auferstehung …
Wenn du alle Eigenheiten deines Egos aufgegeben hast, all deine Glaubenssätze und Prägungen; wenn du nur mehr der Stimme deines Herzens folgst, dann wirst du dich über die Dichte der materiellen Welt erheben … und in das Christus-Bewusstsein aufsteigen. Du bist die Essenz der Liebe, weil Gott Liebe ist.
Das höhere Selbst ist der Tropfen, der aus dem Glas entstiegen ist, Seele genannt. Wenn du einen Tropfen aus einem Glas entnimmst, dann hat es die selbe Essenz wie das Wasser, aus dem es entnommen wurde. Das höhere Selbst, das über all die Vorgänge Bescheid weiß.
Das Christus-Bewusstsein ist die tiefe Kenntnis über kosmische Gesetze, über den Ausdruck von Liebe, über Geben und sich Schenken. Und dann geht es in die absolute Allmacht, in die Ich-bin-Gott Gegenwart.
(Kuhumi)
Liebe ist unser wahres Sein jenseits der Angst, jenseits der Vergebung, jenseits jeder Polarität oder Dualität. Liebe ist unser Ursprung. Das Leben ist in Wahrheit ganz einfach:
Erinnere dich, wer du bist und lebe deine Wahrheit. Lass die Flamme deines Herzens leuchten, übergib all dein Wirken dem göttlichen Sein und lebe aus deinem Herzen. Und so macht es auch absolut Sinn, dein Leben dem göttlichen Wirken zu widmen … denn dann (und nur dann) lebst du den göttlichen Willen … was nichts Anderes ist als dein eigener Wille, der Herzenswunsch deiner Seele.
Und so verstehst du auch, was wir in unserem „Vater Unser“ beten, nämlich: „ …dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden“. Es gibt keine zwei unterschiedliche Willen, es gibt nur dein Ego, eine Illusion deines Verstandes, und den Willen deiner Seele, deines Herzens.
Wenn du erkennst, dass du letztendlich Gott bist, also ein Aspekt des Göttlichen, das sich auf die Reise gemacht hat, wird sich alles in deinem Leben wie von selbst fügen.
Saint Germain:
GOTT hat sich aus sich selbst erschaffen, genannt Seele; hat den Wein des Vergessens getrunken im tiefen Vertrauen, im Ur-Vertrauen, wieder zu sich selbst zu finden.
Als Seele geht GOTT auf die Reise, um Erfahrungen zu sammeln. Stell dir vor einen Tropfen, der aus einer Wolke Richtung Ozean fällt. Auf der Reise zum Ozean hat der Tropfen das Bewusstsein eines Tropfens gesammelt. Er trifft auf die Oberfläche des Ozeans, wird eins mit allem, was ist und bereichert den Ozean mit den eigenen Erfahrungen als Tropfen. Es ist also ein ständig wachsendes Mysterium. Und so erfährt sich GOTT immer wieder selbst.
Ostern
Ostern ist eine besondere Zeit, an der wir uns an das Leben unseres Bruders besonders erinnern:
Es ist Jeshua, der uns Menschen gezeigt hat, dass die Liebe die stärkste Kraft im Universum ist.
Es ist unser Bruder, der uns gezeigt hat, dass der Tod eine Illusion ist.
Es ist unser Bruder, der bewiesen hat, dass Geist immer über der Materie steht, dass mit der geistigen Ausrichtung alles möglich ist, was du dir nur vorstellen kannst.
Es ist unser Bruder, der den „Vater“, das göttliche Sein, durch sich wirken hat lassen und durch seine geistige Ausrichtung in das Christus-Bewusstsein aufgestiegen ist … so wie du es auch eines Tages tun wirst, wenn du die Gesetze lebst.
Denn eines Tages wirst auch du den Wunsch verspüren, zurück zu kehren in das Licht, du wirst dein Herz spüren, das zurück nach Hause möchte in das absolute Sein. Aber das hat noch Zeit …
So genieße dein Leben und erfreue dich daran, dass du für Gott Erfahrungen machen darfst.
So sei es! Frohe Ostern!