Aber du darfst eines nicht vergessen, das Ego ist nie böse! Es ist genau genommen voller Angst.

Das Geheimnis der Vollkommenheit

Die kosmische, universelle Liebe kennt keine Erwartungen, sie IST einfach … ewig, unveränderlich, lebendig und omnipräsent. Liebe ist der Ursprung. Liebe ist der Stoff, aus dem alles entstanden ist.

Diese „göttliche Liebe“ ist jenseits aller Erfahrungsebenen der Dualität und kennt kein Gegenteil.

Die romantische, menschliche Liebe hingegen ist eine Erfahrung der dualen Welt. In dieser Form ist Liebe begrenzt, sie kennt Erwartungen und Enttäuschungen. Und doch ist sie eine wundervolle Möglichkeit, die universelle Liebe des EINEN – auch in körperlicher Form – zum Ausdruck zu bringen.

In der menschlichen Form kann Liebe auch Zurückweisung erfahren. Oder Enttäuschung. Erfahrungen der Zurückweisung führen zu Angst vor Zurückweisung, so wie enttäuschte Erwartungen zu emotionalem Rückzug führen können.

Die Angst vor Zurückweisung kann allerdings nur erfahren werden, wenn du dich selbst (unbewusst) zurückweist. Denn wenn du dich als vollkommen erkennst und angenommen hast, kannst du keine Zurückweisung erfahren.

Es ist eine menschliche Eigenschaft, sich bei Zurückweisung verletzt zu fühlen … vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber der eigentliche Ursprung, dass du dich zurückgewiesen fühlst, liegt einzig und allein darin, dass du dich – in deiner Wesensart – selbst zurückgewiesen hast.

So erinnere dich:

Du bist vollkommen. Jetzt. In diesem Augenblick. Du bist ein göttliches Geschöpf, aus reiner Liebe geboren. Wie könnte es dann sein, dass du unvollkommen bist?

Mag sein, dass du in deinem menschlichen Ausdruck deine Vollkommenheit (noch) nicht vollkommen zum Ausdruck bringst. Das ändert aber nichts daran, dass du bereits vollkommen bist.

Lebe deine Liebe, bedingungslos … denn was wäre deine Liebe wert, wenn du Bedingungen stellst? Liebe! Liebe das, was ist. Jeden Augenblick.

 

Das Trauma der Zurückweisung

Jedes Kind macht auf die eine oder andere Art die Erfahrung der Zurückweisung. Denn entweder verhält es sich so, wie es sich gerade fühlt, völlig unabhängig von der Umgebung im Außen, oder es verhält sich so, wie es sich andere Menschen, etwa die Eltern, erwarten.

Jedes Kind macht also die Erfahrung der Ablehnung, wenn sein Verhalten im Außen missbilligt wird. Das führt dazu, dass sich heranwachsende Menschen immer mehr so verhalten, wie es von Familie, Schule oder der Gesellschaft, erwartet wird.

Die Ablehnung führt beim Kind zum Gefühl, nicht ok zu sein, so wie es eben ist. Das Kind lernt also, Dinge zu tun, um Liebe und Anerkennung zu erfahren. Es ist ein Prozess der Anpassung, bei dem das Kind sukzessive die Verbindung zu seinem wahren, authentischen Selbst verliert.

Manche Menschen entfernen sich so stark von ihrem eigentlichen, ursprünglichen Sein, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr spüren. Aber der Weg zurück zum wahren Selbst steht immer offen.

 

Die Vollkommenheit deines Seins

Jedes Gefühl der Zurückweisung hat mit Erwartung zu tun. Liebe kennt keine Erwartung, sie ist einfach.

Ich habe lange Zeit nicht erkannt, dass das Gefühl der Zurückweisung damit zusammenhängt, dass ich mich selbst in meiner Vollkommenheit zurückgewiesen habe.

Es ist eine menschliche Eigenschaft, sich als unvollkommen zu fühlen. Es ist das Ego, das dir dieses Gefühl vermittelt, weil das Ego selbst unvollkommen ist. Denn was ist das Ego schon ohne Herz? Die Liebe ist vollkommen, aber die Angst ist unvollkommen, weil sie die Liebe vergessen hat.

Erkenne dich als vollkommen … dann wirst du auch in deinem menschlichen Ausdruck vollkommen sein.

In den nachstehenden Worten geht Kuthumi von Goethe´s Worten aus, als Mephisto sagt: Ich bin ein Teil jener Kraft, die das Böse will und stets das Gute schafft. Kuthumi bezieht sich in dieser Metapher auf das Ego:

Jetzt erkenne mal dein Ego. Stell dir vor, dein Ego wäre Mephisto und der sogenannten Schmerzkörper beginnt wieder, hungrig zu werden, weiß aber ganz genau, dass er letztendlich keine Chance hat, weil, egal, wohin er sich wendet, immer wieder das Gute erschafft, indem du als Wesen aufmerksam wirst auf die Strategie des Egos.

Das mag das Ego natürlich nicht, denn das Ego will unerkannt, anonym bleiben, sonst kann es sich ja nicht richtig entfalten. Zugegeben, dein Ego ist schon einigermaßen zivilisiert geworden.

Aber, du darfst eines nie vergessen, das Ego ist nie böse. Es ist genau genommen voller Angst. Und es drückt sich auf unglaublich vielfältige Art und Weise aus.

Und jetzt ist die Frage, wenn du kein Ego mehr hättest, was wäre dann? Dein Verstand hat gesagt, na, dann wäre die Liebe. Gut, hast du Angst vor der Liebe?

 

Dann spricht Kuthumi darüber, dass viele Menschen Angst vor der Liebe hätten, sei es, weil sie immer etwas leisten mussten, um geliebt zu werden, sei es, weil sie Angst haben, verletzt zu werden oder weil sie Angst vor Zurückweisung haben. Kuthumi:

Ja, aber woher entsteht die Angst vor Zurückweisung, wenn du dich nicht selbst zurückweisen würdest?

Sonst würdest du die Angst vor Zurückweisung nicht kennen, wenn du dich nicht selbst zurückweisen würdest, also dich selbst nicht als vollkommen ansiehst. Das ist eine menschliche Eigenschaft, sich verletzt zu fühlen, wenn die Erwartungen enttäuscht werden, vor allem in der zwischenmenschlichen Beziehung oder Ebene.

Und dann sammeln sich solche Zurückweisungen und dann entsteht natürlich der Glaube und die innere Gewissheit „Ich bin nicht in Ordnung“, sonst würde ich die Erfahrung von Zurückweisung nicht brauchen.

Aber dein Ursprung, dass du zurückgewiesen worden bist, liegt einzig und allein darin, dass du dich als erstes zurückgewiesen hast … in deiner Wesensart!

Wo du dir selbst gesagt hast, ich bin nicht ok, dies aber nicht nach außen nicht kommuniziert, sondern eine Rolle gespielt hast nach außen, aber nach innen, zu dir selbst, es anders ausgesehen hat. Nur dadurch kann ein Mensch Zurückweisung erfahren, die dann nach Wiederholungen natürlich prägend bleibt, solange man sie nicht durchschaut.

Und du erlöst es, wenn du es durchschaut hast und deine eigene Vollkommenheit erkennst, denn du hast die Fähigkeit, die Welt mit deiner Liebe zu segnen! Du hast die Fähigkeit, zu vergeben!

Wobei die Liebe, genau genommen, Vergebung nicht kennt, weil die Liebe nicht polar ist, Vergebung aber schon sehr wohl. Denn da braucht es eine Schuld auf der anderen Seite. Liebe ist frei von Bedingungen.

 

Dein Ego erkennt deine Vollkommenheit nicht, weil das Ego selbst nicht vollkommen ist. Die Liebe ist vollkommen, weil sie göttlich ist, sie ist dein Ursprung, dein wahres Sein, deine Essenz. So erinnere dich, dass du vollkommen bist … und atme Liebe mit jedem Atemzug, weil du Liebe bist.

So sei es.